Deutschland kehrt im Juni zum Leistungsbilanzüberschuss zurück

0 75

Dank der gestiegenen Nachfrage aus der EU, den USA und China legten die deutschen Exporte im Juni gegenüber dem Vormonat um 4,5 Prozent zu und übertrafen damit die Erwartungen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die Exporte von Europas größter Volkswirtschaft im Juni gegenüber dem Vormonat um 4,5 Prozent, die Importe um 0,2 Prozent gegenüber Mai.

Mit dieser Leistung kehrte Deutschland dank der Nachfrage aus der Europäischen Union (EU), den USA und China im Mai vom historischen Niveau des Leistungsbilanzdefizits in die Region der Leistungsbilanzüberschüsse zurück. Die Exporte in Deutschland sind den dritten Monat in Folge gestiegen.

EXPORTWACHSTUMSSCHÄTZUNGEN HINTERLASSEN

Den saisonbereinigten Daten zufolge hatte Deutschland im Juni laut Nachrichten von Reuters einen Handelsüberschuss von 6,4 Milliarden Euro. Vorwürfe gingen von einem Handelsbilanzüberschuss von 2,7 Milliarden Euro aus.

Von Reuters befragte Analysten gaben an, dass die Exporte um 1 Prozent und die Importe um 1,3 Prozent gestiegen seien.

Die Ausfuhren in die USA, Deutschlands größtem Exportmarkt, legten im Juni gegenüber Mai um 6,2 Prozent zu, die Ausfuhren in die EU legten um 3,9 Prozent zu.

Ökonomen warnten jedoch davor, dass die Daten auf nominaler Basis berechnet werden und die Auswirkungen steigender Preise nicht enthalten.

FERTIGUNGSINDIKATOR GEFALLEN

Nachdem der Anstieg der Strompreise aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges die Importe in den letzten Monaten erheblich unter Druck gesetzt hatte, bedeutet die Juni-Performance Deutschlands einen gewissen Trost für die Wirtschaft der Eurozone.

Laut dem am 1. August veröffentlichten Einkaufsmanagerindex (PMI) des internationalen Marktforschungsinstituts S&P Global ist der Indikator für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland im Juli aufgrund des Rückgangs der Auftragseingänge zum ersten Mal seit zwei Jahren gesunken. Gemäß dem betreffenden Index wurde der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Juli mit 49,3 verzeichnet. Im Vormonat lag dieser Wert noch bei 52.

AKTUELLES DEFIZIT WURDE IM MAI GEMACHT

Andererseits wies Deutschland im Mai erstmals seit 1991 wieder ein Außenhandelsdefizit aus. Steigende Kosten bei Stromimporten und sinkende Exporteinnahmen verursachten ein Leistungsbilanzdefizit von 1 Milliarde Euro.

Im Vergleich zum April gingen die Exporte im Mai um 0,5 Prozent auf 125,8 Milliarden Euro zurück. Die Importe stiegen um 2,7 Prozent auf 126,7 Milliarden Dollar.

Sprecher

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More